Nachgefragt! Das richtige Leder für unseren Patch

Nun möchte man am liebsten alles, was flach genug ist, in den Lasercutter werfen und schneiden und / oder gravieren. Schnell kommt man aufgrund des Geruchs darauf, dass nicht jedes Material geeignet ist und manche Sachen sind sogar schwer gesundheitsschädlich. So ist es auch bei gewissen Arten von Echt-Leder. Papa´s Bastelblog hat bei einem Hersteller nachgefragt.

Lasergravur mit Mr. Beam II Dreamcut in Echtleder
So toll diese reflektierenden Jacken sind, sie reißen sehr schnell ein.

Leider reißen die reflektierenden Jacken der Kinder, gerade im Wald, sehr schnell ein. Aufgrund des Materials kann man die Löcher nicht nähen. Deshalb haben die Kinder und ich uns für das Aufkleben eines bzw. mehrerer Aufnäher entschieden.

„Stop! Nein, wir kaufen keine Aufnäher. Wir machen Leder-Patches und kleben sie über die Löcher! Auf gehts.“

Nur welches Leder ist geeignet. Natürlich gibt es im Zubehörbereich des ein oder anderen Lasercutter-Herstellers oder Drittanbieter spezielle Angebote. Aber die haben teilweise ihren Preis.

Schon länger habe ich mit diesem Paket Lederreste geliebäugelt:

Bislang hatte ich aber noch nicht das richtige Projekt. Bislang… Also haben wir die Paket mit Lederresten gekauft. Wir haben noch etwas im weltweiten Netz recherchiert und dabei sind wir immer wieder auf einen Hinweis gestoßen. Echtleder, welches mit Chrom gegerbt wurde, entwickelt bei der Bearbeitung mit einem Lasercutter gesundheitsgefährdende Dämpfe.

Wir haben deshalb beim Verkäufer nachgefragt und innerhalb weniger Stunden folgende Antwort bekommen:

„Keine Verwendung von Azo-Farbstoffen, Verwendung von Fettstoffen ohne Organachlorverbindungen, Frei von PCB, PCP, FCKW, Formaldehyd und Chrome VI, Die Schadstoffrichtlinie der EU + DGM werden erfüllt.“

Somit sollte das Leder bei ausreichender Abluft verarbeitet werden können. Eine gute Abluft empfiehlt sich ohnehin, wenn man den Geruch von verbrannter Haut nicht unwiderstehlich findet. Sollte aber ohnehin beim Betrieb eines Lasercutters selbstverständlich sein.

Mit Inkscape haben wir einen Patch entworfen und auf den Lasercutter gespielt. Beim ersten Versuch ist unser Stück Echtleder wie ein Stück Speck in der Pfanne zusammengeschmort und hat sich in alle Richtungen verzogen. Deshalb haben wir das Leder auf einen flachen Holzrahmen gespannt. Einfach mit einem Handtacker auf ein Stück dünnes Pappelsperrholz (oder was die Restekiste gerade hergibt) getackert. So kann dann das Leder keine Wellen werfen und die Gravur wird somit nicht verzerrt.

Den Patch haben wir nach der Gravur mit der Schere ausgeschnitten. Das Leder war zum schneiden zu dick. Vielleicht hätte es mit weniger Laserleistung und mehreren Runden geklappt. Wir werden es bald testen!

Mit einem Schuhkleber für Leder haben wir dann den Patch auf das Loch in der Jacke geklebt. Die Klebestelle ist Wasserdicht und bleibt flexibel. Wir sind sehr zufrieden und werden weitere Patches für die anderen Löcher in der Jacke entwerfen und basteln.

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